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  Die Kiedricher Chorbuben    (est. 1333) Classical Choir of Men and Boys 
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Die Kiedricher Chorbuben The Kiedricher Chorbuben - a piece of living Gothic.

Every Sunday you can hear that at 9:30 am in the Church service when about 40 Boys and Men in liturgical clothing singing a latin mass. This tradition is a life since 1333. The teachers of a little village school teached "in cantu chorali et figurali" - the gregorian choral and also in Latin still in the 17th century.

Also rationalism and enlightenment could not destroy the tradition in the 18th century. Because of a donation by the english Baronet John Sutton in 1865 the choir school could survive.

Also today the focus of the choir is to sing Gregorian music. So even today you can see and hear the Gothic times with the choir, the organ and the bells which is unique.

About 100 times a year the Choir Boys are singing. The Boys rehearse five times a week, the young Men two times. And at the weekend, when everybody elso has free time the choir is singing in mass.

Today the choir also sings choir music like motets as well as compostions together with an orchestra.



Die Kiedricher Chorbuben - ein Stück lebendige Gotik.

Das kann man jeden Sonntag um 9.30 Uhr im Choralhochamt erleben, wenn z.Zt. 40 Buben und Männer in liturgischer Chorkleidung mit Priester und seiner Assistenz ins Gotteshaus einziehen und unter der Leitung des Chorregenten eine lateinische Messe singen. Seit 1333 ist diese Art des Chordienstes hier in Übung. Die Lehrer an einer kleinen Dorfschule unterrichteten "in cantu chorali et figurali" = im Gregorianischen Choral und in der Mehrstimmigkeit - und ebenso unterrichteten sie Latein: Noch spät im 17. Jh. rühmten reisende Gelehrte den vorzüglichen Wein, die gastfreundlichen Bewohner und deren gute Lateinkenntnisse!

Der Rationalismus der Aufklärung im 18. Jh. und die Gleichgültigkeit gegenüber solchen Kulturwerten im 19. Jh. haben dieser Tradition nichts anhaben können. Durch die Stiftung eines hochherzigen Engländers, Baronet John Sutton, wurde 1865 der Weiterbestand eines der ältesten Kirchenchöre gewährleistet, mit Chorschule und Chorregentenstelle.

Die Kiedricher Chorbuben singen an erster Stelle Gregorianik, aber hier in einer gotischen Variante des Gregorianischen Chorals im sogenannten Germanischen Dialekt, aufgezeichnet mit gotischen Hufnagelnoten in großen Folianten, dem Kiedricher Graduale. Melodisch wirkt dieser Gesang, der sich nur noch hier im Proprium (den wechselnden Texten des Gottesdienstes) erhalten hat, durch erhöhte Spitzentöne frischer, an anderen Stellen auch unbekümmerter, lebendiger.

So kommt in Kiedrich mit Glocken, Orgel und Choral die Gotik auch zum Klingen, man kann sie sehen u n d hören - das ist hier das Einmalige! Und auch die Gemeinde stimmt in diese Gesänge mit ein und hat dafür ein eigenes "gotisches" Gesangbuch, das Kiedricher Kyriale.

Ungefähr 100mal treten Jahr für Jahr die Chorbuben in Aktion; fünfmal üben die Buben und zweimal die Männer Woche für Woche - und wenn andere Familien ins normale oder verlängerte Wochenende fahren, haben sie Dienst: Gottesdienst, Dienst an der Musica sacra, an einer einmaligen Überlieferung.

Dabei sind sie nicht einseitig - auch die Mehrstimmigkeit hat hier Tradition. In jedem Gottesdienst erklingen zum kompletten gregorianischen "Programm" Motetten und Cantionalsätze. In Konzerten werden des öfteren Werke mit Orchester der großen Komponisten vorgestellt. Auch singen sie mit anderen Chören zusammen wie beispielsweise am 1. Oktober 2000 in der Basilika des Klosters Eberbach mit dem Leipziger Synagogalchor. Am 10. Dezember, dem 2. Adventssonntag, sangen die Kiedricher Chorbuben im Adventskonzert Kantaten von Johann Sebastian Bach, der vor 250 Jahren in Leipzig verstorben ist, und der als Protestant sehr wohl den Gregorianischen Choral kannte. In seiner h-moll Messe verwendet er die Intonation des Credo aus einem der reichhaltig überlieferten gregorianischen Credovertonungen und nicht nur das, er übernimmt sogar den auch damals in Leipzig gesungenen Germanischen Choraldialekt.

German text taken from www.kiedricher-chorbuben.de/
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Official Site: Die Kiedricher Chorbuben

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This page last modified on Sunday, June 15, 2008
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